Black Session

2011

Ein schwarzer Kasten steht da, eine Art Flight Case in matt schwarz, und eine Ähnlichkeit mit Stanley Kubricks Monolithen ist nicht unbeabsichtigt. Daraus werden zwei Bilder projiziert und vier Stimmen sprechen. Die Bilder liegen auf der Wand übereinander, zwei Medienereignisse des 20. Jahrhunderts vermischen sich. Es ist die erste weltweite Fernsehübertragung über Satellit, live und in Farbe: Elvis auf Hawaii. Der Musiker überblendet die Mondlandung, oder umgekehrt.

Andy, die erste Computerstimme meines Betriebssystems, spricht dazu eine Auflistung der Bilder, die mit der Goldenen Schallplatte auf der Voyager-Sonde seit 1977 durch das Weltall reisen, ein Zitat von Joshua Mehigan, ein Spottgedicht von G. Mennen Williams und einen Text, in dem ich selbst über den Film „Am tag las die erde stillstand“ reflektiere. Man muss schon das Ohr an die Box legen, um das Gemurmel zu verstehen.

Am Tag, als die Erde still stand, informierte der Gesandte eines fernen Planeten die Menschheit darüber, dass man auf seinem Heimatplaneten terristrische Radioprogramme empfangen hätte. Dieser Abgesandte hieß Klaatu, und die Welt reagierte erstaunt und verunsichert auf seine Botschaft. Der Besuch Klaatus auf der Erde bedeutete, dass die unendlichen Weiten des Weltalls zu messbaren Einheiten geworden waren. Auf all den erzeugten Schall, der diffus ins All ging, bekam die Menschheit nun eine Resonanz.